Alles geregelt für das Mindestlohngesetz?

Es ist Januar 2015 und das Schreckgespenst MiLoG hat alle Arbeitgeber Deutschlands erreicht. An dieser Stelle möchten wir Ihnen die drei Haupthandlungsfelder und die hier notwendigen Maßnahmen aufzeigen, damit das Gespenst Größe und Schrecken verliert.

Zunächst ist das Problem der Entlohnung zu beleuchten. Grundsätzlich sind ab 01.01.2015 alle Arbeitgeber verpflichtet, jedem in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer den Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde zu bezahlen.

Wir empfehlen Ihnen daher genau zu prüfen, ob tatsächlich alle Arbeitnehmer im Sinne des Mindestlohngesetzes bezahlt werden oder ob im Einzelfall eine Anpassung erforderlich ist.

Mindestens ebenso stark, wie die Anhebung des Stundenlohnes trifft jedoch die neue verschärfte Aufzeichnungspflicht für Minijobber:

Ab dem 01.01.2015 müssen für alle geringfügig Beschäftigten sowie sämtliche Arbeitnehmer aus Branchen mit der Verpflichtung zur Sofortmeldung (Transportgewerbe, Gastronomie, Gebäudereinigung etc.)

Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufgezeichnet und zwei Jahre aufbewahrt werden.

Eine entsprechende Vorlage zur Arbeitszeitdokumentation steht für Sie unter „Mandantenservice“ bereit, eine Excel-basierte Version zum Ausfüllen am PC kann bei Bedarf bei uns angefragt werden.

Dritte Gefahrenzone ist die neu eingeführte sogenannte Durchgriffshaftung. Hier ist Sorgfalt geboten, wenn Sie ein anderes Unternehmen mit Dienst- oder Werkleistungen beauftragen. Denn hier haften Sie nach dem Mindestlohngesetz, wenn Ihr Subunternehmer seinen Arbeitnehmern keinen gesetzlichen Mindestlohn zahlt. Sie sollten sich auf jeden Fall eine Verpflichtungserklärung hierzu vorlegen lassen, bei berechtigten Zweifeln aber auch Abrechnungsbelege verlangen.

Ein Verstoß gegen diese Vorschriften ist kein Kavaliersdelikt, die Bundeszollverwaltung kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften, ist berechtigt Geschäftsräume zu durchsuchen und Einsicht in Lohn-und Meldeunterlagen zu nehmen und kann Verstöße mit Geldbußen bis zu 500.000,00 Euro ahnden.

Bei weitergehenden Fragen zum Mindestlohn und/oder den Aufzeichnungspflichten stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.